Generalversammlung CRBMS 1.& 2. Oktober 2011

 

Im 2011 feierte der Club René Bonnet Matra Sports sein 20 jähriges Bestehen. Und obwohl dies keine offizielle Matra Club Suisse Ausfahrt war, gibt's hier einige Eindrücke und Bilder von einem unvergesslichen Wochenende in der Sologne.

Erste grössere Herausforderung war neben der Motivierung der Angetrauten, die Wahl des Fahrzeugs. Mein Djet eigentlich DIE Wahl für so ein Ereignis war - zugegebenermassen nicht das erste Mal - nicht einsatzfähig. Deshalb fiel die Wahl logischerweise auf einen Murena. Und weil öfter mal was neues zumindest bei den Autos immer gut ist wurde der "optimierte" Zweiplätzer bevorzugt. Eine Wahl die uns Rückenbeschwerden und einige Arbeit verursachen sollte aber eben - no risk no fun.

Los ging's am letzten Donnerstag im September, gefahren wurde auf der recht direkten Route durch die Weinbaugebiete des Burgunds. Eine schöne Streckenwahl wenn man Zeit und ein komfortables Auto hat. Ersteres war kein Problem und der zweite Punkt wurde mit Optimismus und Begeisterung überspielt. Ein Zwischenhalt in Chateau Chinon, dem Geburtsort von François Mitterand ist Pflicht, wir machten hier Mittagsrast und fanden zwei Geocaches. Je länger die Reise dauerte, desto häufiger wurden die Stops. Im Grunde genommen kann man ja in Frankreich nie zuviel anhalten um die Landschaft, das Essen oder den Wein zu geniessen.

Irgendwann am späteren Nachmittag war's dann geschafft, Romorantin lag vor uns. Um etwas auszuruhen fuhren wir an einen malerisch gelegenen See, umgeben von altem Baumbestand und relaxten von ca. 600 km Schalensitz-sitzen. Danach bezogen wir unser Zimmer im Hauptgebäude der Domaine de Fondjuan.

 

Dieses schlossähnliche, grosszügige Haus aus vergangenen Zeiten steht inmitten eines weitläufigen Anwesens, ca 15 km von Romorantin. Am ersten Abend waren wir beiden neben dem Küchenpersonal die einzigen welche die Köstlichkeiten der lokalen Küche genossen. Nach dem Abendessen verdrückten sich auch die letzten Angestellten und wir waren allein in unserem "Schloss" in einem riesigen Zimmer, mit separatem Badezimmer und Blick auf den Park. Genial.

Unseren Murena parkierten wir dort wo er hingehört...

Freitags gönnten wir uns eine gemütlich Tour durch die bezaubernde Landschaft der Sologne. Zusammen mir unserem Kampfdackel genossen wir das "Savoir-Vivre". Erstaunlicherweise gibt's in der Umgebung noch Fans anderer Oldies...

 

Natürlich war ein Besuch bei EPAF Pflicht, dort war bereits die Hälfte des Clubs am schrauben und diskutieren..

Abends wieder zurück auf dem Anwesen waren schon einige Djets eingetroffen.

Am Samstag dann begann das eigentliche Treffen des Clubs im Hinterhof des Museums. Wie jedes Jahr freuten wir uns alte Bekannte aus nah und fern zu begrüssen. Eine Besichtigung des Museums ersparte sich Claudia, sie machte das was Frauen in solchen Situation immer tun - einkaufen. Mir macht das Museum auch - beim geschätzt -zehnten mal, immer noch Spass.

 

Natürlich fehlte auch diesmal das obligate Starten eines Matra V12 nicht, unser Dackel emfand's als wenig angenehm. Die einzige Veränderung zum letzten mal, abgesehen von der Sonderausstellung 2CV ist der Espace von Jean-Luc Lagardère.

 

Hinter dem Museum hatte sich der Platz derweil mit Djet's aller Jahrgänge und Farben gefüllt.

Nach einem leckeren, typisch französischen Mittagessen wurde zur Parade durch Romorantin gestartet. Dabei hatten wir eine unangenehme Begegnung mit dem Heck eines René Bonnet Djet. Seinem Aluminiumhörnchen hat das rencontre nichts ausgemacht. Die GFK Front unseres Murena trug wesentlich mehr Kampfspuren davon. Aber nichts desto trotz ging's weiter. Nächster Programmpunkt war eine Rallye durch die Landschaft, gefahren wurde nach Roadbook und je nach Gutdünken mal schneller mal gemütlicher. Abends gab's ein grosses Galadiner umrahmt von einem Quiz und einer Zaubershow. Wohlgenährt und glücklich sanken wir ins Bett.

Sonntags steht immer die Generalversammlung und der Teilemarkt auf dem Programm. Die Teilebörse ist natürlich immer gut um wichtige E-Teile zu bunkern, die GV selber ist mangels Kenntnissen der Landessprache eher langweilig...Mittags wurde dann wieder Leckereien gereicht um den Magen für die Heimfahrt zu füllen. Die anschliessende Rückfahrt war dann eher mühsam, diese Sch...sitze sind eher nicht langstreckentauglich und zudem machte sich der Synchroring des zweiten Ganges vermehrt negativ bemerkbar. An die nicht existente Synchronisierung des ersten Ganges hatte mich ja langsam gewöhnt...Der etwas lädierte Murena wurde dann abends vor der Garage stehen gelassen. Am nächsten morgen, nach dem Umparkieren offenbarte sich ein ziemlich grosser Ölfleck unter dem Auto. Da zwei Wochen später die MFK auf die Kiste wartete, konnte ich mich schon mal auf ein paar Stunden schrauben einstellen. Aber nachdem die Front wieder instandgestellt war und nach einigen vergnüglichen Stunden unter dem Auto war das gröbste geschafft, die Muräne war endlich wieder frisch geprüft. Sind einfach gute Autos, unsere Matra's!

Was von diesem Trip bleibt sind viele schöne Erinnerungen und Bilder. Romorantin ist immer eine Reise wert!

Auf ein neues im 2012 wenn's heisst: 50 Jahre DJET

 

2.1.2012 / Martin Ritter / "Caesar" (Bilder)

 

© Matra Club Suisse

 

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