Weekend im Elsass, 27.& 28.August 2016

 

Nachdem unsere zweitägige Jubiläumsausfahrt im letzten Jahr auf viel Anklang gestossen war, wollten wir auch dieses Jahr eine Ausfahrt an einem Wochenende durchführen. Jan erklärte sich bereit etwas im nahegelegenen Elsass auf die Beine zu stellen. So trafen sich denn am Samstag morgen auf dem Parkplatz der Cité de l'automobile in Mulhouse ein Haufen hitzeresistenter Matra Enthusiasten. Vom Djet bis zum Murena war alles versammelt was die Werkshallen in Romorantin mit dem Matra Logo auf der Haube verlassen hatte - ausser dem Rancho. Und leider wurde unser Team nach kurzer Zeit weiter dezimiert. Der ansonsten allzeitbereite Djet von Walti wollte nicht mehr. Die elektronische Zündung streikte und da das entsprechende Bauteil nirgends verfügbar war wurde die Perle verladen - ab in die Heimat auf dem Transporter. Monika und Walti fanden Platz in zwei Murenas und konnten so immerhin weiter teilhaben. Nach dieser unerfreulichen Episode konnten wir doch noch die reichhaltige Sammlung des Schlumpf Museums geniessen. Seit dem letzten Besuch des Matra Club Suisse in dieser eindrücklichen Sammlung sind fast 20 Jahre vergangen. Nur wenige Matra Fans sind heute noch mit von der Partie und können sich an den Ausflug und das Abendessen im Turmrestaurant in der Innenstadt erinnern. (Falls jemand noch Fotos aus dieser Zeit hat - ich werde meine suchen - bitte schicken, ich würde gerne einige hier einfügen). Unter den vielen Preziosen wurden auch drei Leihgaben aus Romorantin gesichtet, z.B. der M530 Vignale.

Ebenfalls ausssergewöhnlich war eine Sonderschau zum Thema Simca CG.

Nach einer kleinen Stärkung im Cafe de la Piste ging's dann wirklich auf die Piste. Zusammen mit Joelle und Daniel im Avantime, welche sich nach dem Museumsbesuch zu uns gesellt hatten. Wir fuhren Richtung Ballon d'alsace und machten einen ersten Halt beim Hartmannswilerkopf.

Hier liessen in erbitterten Gefechten zwischen den deutschen und französischen Truppen 30'000 Menschen ihr Leben im sinnlosen Stellungskrieg.

Auf der Route de la crete fuhren wir weiter Richtung Munster. Nach einem kleinen Zwischenhalt irgendwo auf dem Lande - da gab's wunderbaren tarte aux myrtille - wurden wir tatsächlich währen zwei Minuten mit Regen eingedeckt.

Diese willkommene Abkühlung war schnell vorüber und daher auch keine wirkliche Linderung für unseren durstigen Bagheera. Wann immer ein Bach oder ein Brunnen auftauchte wurde Wasser nachgefüllt. Trotzdem schaffte es der schwarze Panther problemlos bis nach Hause.

Nach der Ankunft in Guebwiller und dem einchecken im Hotel wurden zuerst einmal eine Verschnaufspause eingelegt..

Danach gab's ein leckeres Menu, zubereitet von einem Koch der im 2015 eine Kochshow gewonnen hatte. Wir konnten bestätigen, dass der Gewinn voll in Ordnung geht. Gegen Mitternacht ging's ins Bett um gerüstet zu sein für den nächsten, heissen Tag. Für einige fing der Tag schon etwas früher an als für andere. Ein Murena hatte Probleme mit dem Leerlauf, allerdings konnten auch frühmorgendliche Schrauberbemühungen daran nichts ändern.

Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet ging's zur ehemaligen Abtei Murbach. Heute steht hier nur noch ein Kirche, irgendwann im 18 Jahrhundert wurde die Abtei von den Mönchen verlassen und der ganze Hauptteil der Kirche stürzte ein. Das Ganze wurde abgerissen, heute ist dort der Friedhof. Und darum hat die übriggebliebene Kirche auch einen Grundriss wie keine andere in der Gegend.

Nach einem kurzen Spaziergang zu der höhergelegenen Kapelle gingen wir wieder zu dem Matras und fuhren noch ein kleines Stück bis zu einem ziemlich abgelegenen Gasthaus. Hier war neben viel Wald fast nichts und so hatten wir eine gemütlich Zeit um Benzingespräche zu führen. An einem Murena wurde immer noch fleissig geschraubt. Ohne Erfolg, bis der Wirt der Gaststätte uns Hilfe anbot und tatsächlich mit einer etwas längeren M5 Schraube alle Probleme aus der Welt schaffen konnte. Dass das Essen, welches wir danach bestellten deutlich teurer und erst noch weniger reichhaltig war als in der Schweiz trübte allerdings den Gesamteindruck massiv.

Nächste Station war der train touristique in Volgelsheim. Wie konnten unsere Matras auf dem Perron abstellen - einige direkt vor dem WC - und durften in den alten Bahnwagen Platz nehmen.

Oder draussen, wo's im Schatten eher kühler war, auf die Abfahrt warten.

Die Ausstellung der Matra's auf dem Perron war eine gute Sache - viele Passanten haben sich die Autos angeschaut.

Danach gings im Zuckeltempo und geschätzten 35°C weiter. Nachdem das Ziel erreicht war, wurde auf ein klimatisiertes Schiff gewechselt, wo's auch was zu futtern und zu trinken gab. Vorher allerdings standen wir gut 15 Minuten auf dem freien Feld an der Sonne und warteten bis eine Horde an Pensionären langsam vom Schiff trottete.... Nach einem weiteren kurzen Stück mit dem Nostalgiezug verabschiedeten wir uns und traten mit unseren ebenfalls nicht wirklich kühlen Matras den Heimweg an. Ich konnte es nicht lassen und bin wieder mal über die deutsche A5 heimgefahren. Geht schon gut so ein Murena.

Herzlichen Dank an Jan für die Organisation und ich hoffe bis nächstes Jahr im August.

4.9.2016 / Martin Ritter

 

Matra Club Suisse

 

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